
Präzise Serienfertigung im Kunststoff-Spritzguss
Ein Maschinenpark für unterschiedliche Anforderungen
Mit elf Spritzgießmaschinen und Schließkräften von 50 bis 120 Tonnen fertigen wir technische Kunststoffteile flexibel, reproduzierbar und wirtschaftlich. Unsere Fertigungsprozesse werden auf Bauteil, Material, Stückzahl und Qualitätsanforderungen abgestimmt.
Ein abgestimmter Maschinenpark
1 × 50 t, 8 × 60 t und 2 × 120 t Schließkraft – davon zwei WITTMANN BATTENFELD SmartPower 60 als automatisierte 2K-Fertigungszelle.
Der direkte Zugang zum eigenen Werkzeug- und Formenbau verkürzt die Abstimmung bei Bemusterungen, Optimierungen und notwendigen Reparaturen. Werkzeug und Spritzgussprozess werden nicht getrennt voneinander betrachtet, sondern als gemeinsames Produktionssystem.


Metall und Kunststoff in einem Bauteil
Beim Umspritzen von Einlegeteilen positionieren wir vorgefertigte Zinkdruckguss-, Stanz- oder Stahlteile sowie Gewindeeinsätze im Werkzeug. Die vorgesehenen Bereiche werden anschließend mit Kunststoff umspritzt. Anders als beim 2K-Spritzguss werden hier keine zwei Kunststoffkomponenten im Fertigungsablauf zusammengeführt. Je nach Anwendung kann die angespritzte Kunststoffkomponente beispielsweise eine Dichtungs-, Schutz-, Führungs- oder Befestigungsfunktion übernehmen. Die erforderliche Verbindung wird über Bauteilgeometrie, Werkstoff und Prozessführung projektbezogen ausgelegt. So entstehen funktionale Metall-Kunststoff-Bauteile, die Befestigungs- und Kunststofffunktionen verbinden. Für Prozesssicherheit stimmen wir Positionierung, Werkzeug, Material und Spritzgießparameter aufeinander ab.
Genau hier zeigt sich die Stärke unserer Verbindung aus Kunststofftechnik und eigenem Formenbau: Einlegeteil, Werkzeug und Fertigungsprozess werden nicht getrennt betrachtet, sondern gemeinsam auf eine zuverlässige Serienfertigung abgestimmt.
Unsere Möglichkeiten
Umspritzen von Zinkdruckgussteilen · Umspritzen von Stanzteilen · Umspritzen von Stahlteilen · Umspritzen von Gewindeeinsätzen und Büchsen · Fertigung funktionaler Metall-Kunststoff-Hybridbauteile · Gemeinsame Abstimmung von Einlegeteil, Werkzeug und Spritzgießprozess · Prozessoptimierung und technische Unterstützung während der Serienlaufzeit
Das Einlegeteil wird nicht nachträglich angebaut. Es wird bereits während des Spritzgießprozesses zu einem festen Bestandteil des Bauteils.
Nach dem Spritzguss ist das Bauteil noch nicht immer fertig
Bei vielen Projekten ist das Spritzgussteil nur ein Teil des späteren Lieferumfangs. Deshalb übernehmen wir auf Wunsch auch nachgelagerte Montage- und Weiterverarbeitungsschritte.
Wir bringen Dichtungen auf, pressen Gewindemuttern ein und montieren oder ergänzen weitere Komponenten. So entsteht aus einzelnen Teilen eine definierte Baugruppe, die für den nächsten Fertigungs- oder Montageschritt vorbereitet ist.
Durch die Verbindung von Spritzguss und Weiterverarbeitung bleiben die einzelnen Arbeitsschritte eng aufeinander abgestimmt. Unsere Kunden erhalten einen zentralen Ansprechpartner und reduzieren zusätzliche Schnittstellen zwischen Fertigung, Montage und Logistik.
Unsere Leistungen
Nachträgliches Aufbringen von Dichtungen · Einpressen von Gewindemuttern · Montage ergänzender Kunststoff- und Metallkomponenten · Zusammenführen mehrteiliger Baugruppen · Beipacken von Schrauben und Befestigungsmaterial · Projektbezogene Set-Konfektionierung · Kundenspezifische Verpackung · Bereitstellung montagefertiger Sets
Wir liefern nicht nur das Spritzgussteil, sondern auf Wunsch den vollständig definierten Lieferumfang für den nächsten Prozessschritt.


Qualität, die nachvollziehbar bleibt
Serienqualität entsteht nicht erst bei der Endkontrolle. Deshalb beginnt Qualitätssicherung bei TIMM bereits mit der Bemusterung: Wir prüfen die gefertigten Bauteile anhand der vereinbarten Merkmale und dokumentieren die Ergebnisse. Erstbemusterungen und Erstmusterprüfberichte (EMPB) machen die erreichte Bauteilqualität nachvollziehbar.
Während der laufenden Fertigung sichern definierte Prüfungen und geeignete Messtechnik die Einhaltung der vereinbarten Anforderungen. Unser nach ISO 9001:2015 zertifiziertes Qualitätsmanagement bildet dafür den organisatorischen Rahmen.
Kommt es zu Abweichungen, betrachten Spritzguss und eigener Formenbau die Ursache gemeinsam. Notwendige Korrekturen lassen sich dadurch gezielt abstimmen und direkt umsetzen.
Auch nachgelagerte Arbeitsschritte werden in die projektbezogene Qualitätssicherung einbezogen. Dazu können beispielsweise die Kontrolle der Einlegeteile, die richtige Positionierung umspritzter Komponenten, die Prüfung montierter Dichtungen und Gewindemuttern sowie die Vollständigkeitskontrolle konfektionierter Sets gehören.
Die konkreten Prüfmerkmale und der erforderliche Dokumentationsumfang werden für jedes Projekt individuell festgelegt.
Serie und Logistik: Eine gute Serie endet nicht an der Maschine
Ein präzise gefertigtes Bauteil allein gewährleistet noch keine sichere Versorgung. Entscheidend ist, dass die benötigten Mengen zum vereinbarten Zeitpunkt, in der richtigen Verpackung und in gleichbleibender Qualität zur Verfügung stehen.
Über vereinbarte Abrufaufträge lassen sich Produktions- und Liefermengen planbar steuern. Eine abgestimmte Lagerhaltung federt Bedarfsschwankungen ab. Das Verpackungskonzept richtet sich nach Bauteilgeometrie, Empfindlichkeit, Transportweg und den weiteren Verarbeitungsschritten beim Kunden.
Besonders bei der Übernahme einer bestehenden Serie zählt ein kontrollierter Übergang. Durch den eigenen Formenbau können wir übernommene Werkzeuge prüfen, notwendige Anpassungen abstimmen und die Serie schrittweise in einen stabilen Fertigungs- und Lieferprozess überführen.
Vollständig zusammengestellt und passend verpackt
Auf Wunsch stellen wir vollständige Sets zusammen: beispielsweise linke und rechte Hauptbauteile, zugehörige Schrauben und Befestigungsmaterialien sowie ergänzende Clipteile. Alle Komponenten werden in der vereinbarten Anzahl zusammengestellt und projektbezogen verpackt.
So erhält unser Kunde nicht mehrere voneinander getrennte Einzelpositionen, sondern ein vollständig konfektioniertes Set. Das vereinfacht die nachfolgenden Abläufe, reduziert zusätzliche Schnittstellen und kann Fehler beim Kommissionieren oder Bereitstellen der Komponenten vermeiden.
In Verbindung mit Lagerhaltung und Abrufaufträgen entsteht daraus eine durchgängige Versorgung: gefertigt, montiert, geprüft, zusammengestellt und passend zum Bedarf geliefert.
Unsere Leistungen
Zusammenstellung mehrteiliger Sets · Kombination linker und rechter Bauteile · Beipacken von Schrauben und Befestigungsmaterial · Beipacken ergänzender Montage- und Clipteile · Kundenspezifische Verpackung · Lagerhaltung · Lieferung nach vereinbartem Abruf
Vom einzelnen Spritzgussteil bis zum vollständig zusammengestellten Set – abgestimmt auf die Prozesse und den tatsächlichen Bedarf unserer Kunden.

Häufige Fragen zur Serienfertigung
Welche Kunststoffe verarbeitet TIMM Kunststofftechnik?
TIMM verarbeitet nahezu alle thermoplastischen Kunststoffe – von Standardkunststoffen wie PP und PE bis zu technischen Kunststoffen wie PA, POM, PBT, PC und ABS. Ausgenommen ist PEEK.
Welche Maschinen stehen zur Verfügung?
Elf Spritzgießmaschinen mit 500 bis 1.200 kN Schließkraft (50 bis 120 t), überwiegend Wittmann Battenfeld SmartPower.
Übernimmt TIMM bestehende Serien mit vorhandenem Werkzeug?
Ja. TIMM hat bereits mehrfach laufende Serien samt Werkzeug von anderen Herstellern übernommen; das Werkzeug wird dabei geprüft und bei Bedarf im eigenen Formenbau überarbeitet.
Bietet TIMM Lagerhaltung und Abrufaufträge an?
Ja. Serienteile können eingelagert und nach Bedarf abgerufen werden.
Hat TIMM Kunststofftechnik einen eigenen Formenbau?
Ja. Die Werkzeuge entstehen bei der Schwesterfirma TIMM Stahlformenbau am selben Standort in Wülfrath – Werkzeugänderungen sind dadurch kurzfristig möglich.
